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Jugend- und Kulturhaus Sinzing - Alte Schule Eilsbrunn - Kloster Viehhausen
Alle drei Liegenschaften befinden sich im Eigentum der Gemeinde und das ist gut so. Die ersten beiden wurden schon entwickelt – wie man da heute so sagt – und die dritte kommt noch.
Überstürzung ist dabei nicht geboten, Überlegung sehr wohl. Das ehemalige Bischofshofgelände in Sinzing (jetzt Jugend- und Kulturhaus) kaufte der damalige Bürgermeister Wiesner in einer Zeit klammer Kassen. Eine Verwendung gab es dafür erst einmal nicht. Über zehn Jahre zogen ins Land, bis in zentraler Lage großartiges für die Öffentlichkeit geschaffen wurde. Wäre hier eine Privatisierung sinnvoller gewesen? Gewiss nicht.
Auch das alte Schulhaus in Eilsbrunn wurde in öffentlicher Hand behalten, aufwendig saniert und steht seit Jahren der Öffentlichkeit für eine vielfältige Nutzung zu Verfügung. Wäre hier eine Privatisierung sinnvoller gewesen? Gewiss nicht.
Und genauso verhält es sich mit dem Kloster in Viehhausen. Dabei nur die Probleme und Risiken zu betrachten wird dem Objekt nicht gerecht. Mit dem Kauf im Jahr 2023 sicherte die Gemeinde die Nutzung der Sakristei, des Pfarrbüros und des Klostersaals (Bücherei, Veranstaltungen,…) ohne zeitliche Einschränkung. Alle Fraktionen im derzeitigen Gemeinderat sind sich einig, dass eine Instandsetzung erst erfolgen kann, wenn eine konkrete Zwischennutzung möglich wird. Unabhängig davon sollten nutzungsunabhängige Arbeiten sukzessive erledigt werden, z.B. die Sanierung der Fenster auf der Westseite.
Das Klostergebäude wird seit Januar 1995 durch das örtliche Biomasseheizwerk mit Wärme versorgt und deshalb muss nicht in eine eigene Wärmeerzeugung investiert werden. So kommen wir zum Potential des Objekts.
Miterworben wurde auch der Klosterhof (nicht Klostergarten), also der Bereich zwischen Kloster und Schule. Früher war dieser Bereich mit Stallungen und Wirtschaftsgebäuden bebaut und am nördlichen Rand befand sich ein größeres Gebäude, das als Schule bzw. Altersheim Verwendung fand. Eine zentrale Lage für barrierefreies Wohnen (vgl. Sinzing), denn der Bedarf dafür wird steigen.
Mit dem Kauf des Klosters hat sich die Gemeinde auch ein Vorkaufsrecht für den Klosterstadel und den Klostergarten gesichert. Hier schlummert weiteres Potential. Zum Beispiel sollte der von Ehrenamtlichen liebevoll instandgesetzte und gepflegte Schwesternfriedhof vom Friedhof Viehhausen her zugänglich sein. Das bringt weitere Möglichkeiten wie zum Beispiel Urnensteine bei den vorhandenen Bäumen.
Das gesamt Klosterumfeld wäre ein Gebiet für die Städtebauförderung (vgl. Sinzing und Eilsbrunn). Verlegung der Bushaltestelle „Kirchplatz“ an den Anfang der Rosenbuschstraße, Ertüchtigung der Parkplätze zwischen Kindergarten und Friedhof, bessere Ausleuchtung des Fußweges vom Friedhof zur Rosenbuschstraße…
Das Kloster Viehhausen ist nicht das Problem, sondern der Auftakt. Eine lebenswerte Heimat für alle Generationen. Sie gestalten mit Ihrer Wahl am 8. März 2026 die Mehrheiten im neuen Gemeinderat. Gestalten Sie damit auch die Zukunft – Ihre Zukunft.